Montag, 8. April 2013
Umgezogen
Ab jetzt geht´s weiter auf edelundsatt.wordpress.com

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Dienstag, 29. Januar 2013
Hier wird aufgeräumt
Lesenswert:

heideskleinekehrwoche.wordpress.com

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Freitag, 30. November 2012
Advent, Advent ...
Allen Bierfreunden empfehle ich den digitalen Adventskalender des Baden-Württembergischen Brauerbundes:

www.einfach-besser-bier.de

Viel Spaß!

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Sonntag, 11. November 2012
Einfach besser: Surftipp in Sachen Bier
Die neue Internetseite des Baden-Württembergischen Brauerbundes ist fertig:

www.einfach-besser-bier.de

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Montag, 8. Oktober 2012
Kein OB für alle
Stuttgart hat gewählt, hat aber noch keine Wahl getroffen. Stuttgart wird wohl den ersten grünen Oberbürgermeister seiner Geschichte bekommen. Stuttgart wird keinen Oberbürgermeister bekommen, der wirklich über die eigene Wählerschicht hinaus große Akzeptanz erlangen wird. Und Stuttgart wird nach dem quälenden Streit über den neuen Tiefbahnhof weiter gespalten bleiben. Das sind die Lehren des Wahlkampfs, noch ehe die Stichwahl am 21. Oktober den endgültigen Sieger hervorbringt.

Fritz Kuhn wirkt blass, erst als rund zwei Wochen vor der Wahl Sebastian Turner hinter ihm liegt, entspannt er sich, wirkt von nun an forscher in Interviews, siegessicherer. Seit dem Wahlabend strotzt er im Glauben an den Sieg vor Selbstvertrauen. Dabei strahlt er das Gegenteil davon aus, was er vorgibt zu sein: bescheiden. Zuvor wirkte sein Wahlkampf schön poliert – Fritz Kuhn hat die schönsten Plakate der vier erfolgreichsten Kandidaten – aber nicht sehr konkret in Bezug auf Inhalte. Was gemacht werden muss glaubt er zu wissen, aber wie er das machen will, lässt Kuhn in diesem Wahlkampf meist offen. Da sein stärkster Rivale Sebastian Turner inhaltlich ebenfalls nicht sehr in die Tiefe ging, spielt das für Kuhn keine Rolle. Im Gegenteil. Da er sich inhaltlich nicht zu sehr in die Tiefe wagt, kann er mehr Themen abdecken.

Soziale Fragen etwa lässt Turner – warum auch immer – zumindest, wenn er öffentlich spricht, komplett aus. Der „Werbefachmann“ (Anführungszeichen, weil sowohl die Plakate als auch Turners Begegnungen mit Bürgern blass bleiben). Turner konzentriert sich auf Wirtschaft und Arbeitsplätze, von denen er wisse, wie man sie schaffen kann. Und das ist zu wenig in einer Stadt, in der ein OB mutmaßlich viel weniger Einfluss auf die mächtige Wirtschaft haben dürfte, als es ihm lieb ist. Stadtplanerische Gedanken, die bezahlbaren Wohnraum und Kultur noch mehr in bestehende und vor allem noch zu bauende Quartiere einbaut, hat Turner nicht. Seine Ausführungen klingen fast weltfremd, wenn er immer und immer wieder die Themen Wirtschaft und Arbeitsplätze bemüht, so als ob Stuttgart in diesen Bereichen die höchsten Defizite hätte. Dabei schauen andere Städte in Deutschland eher neidisch als von oben herab auf die wirtschaftliche Situation am Neckar. Vielleicht ist Turner zu spät nach Stuttgart zurückgekehrt, um zu begreifen, wie diese Stadt wirklich tickt. Die Voraussetzung war mit CDU, FDP und FW im Rücken nicht schlecht. Dass er in der Schlussphase bis zur Stichwahl auch mit S 21 weiter Stimmen fangen will, zeigt das besonders. Man fragt sich, wo der Werbefachmann in Turner steckt. Vielleicht war Turner zu lang in Berlin. Dort wird der Schwabe auch ganz gern auf „Schaffe, schaffe, Häusle baue“ reduziert, als ob das soziale Leben dem Schwaben fremd wäre, solange er nur genügend Geld hat.

Daher ist der Ansatz von Bettina Wilhelm in den Augen vieler Menschen richtig und sympathisch. Die Diplom-Pädagogin sagt ganz konkret wie sie beispielsweise mehr Kita-Plätze schaffen will (dem Vernehmen nach fehlen davon in der Stadt Stuttgart 5000!), sagt wie sie sich für bezahlbaren Wohnraum stark machen will und hat trotzdem ein offenes Ohr für die Wirtschaft. Aber Wilhelm hat ein Problem: Sie tritt für die SPD an. Das ist die Partei, die es in Stuttgart schon immer schwer hatte und es sich zudem in der Vergangenheit schon immer schwer gemacht hat. Das ist auch die Partei, in der sich auf Landesebene Fraktions- und Parteivorsitzender nicht immer grün sind und bei der sich die Köpfe der Landespartei gern um sich selbst drehen, statt für ihre Kandidatin in der Landeshauptstadt die Werbetrommel zu rühren. Ein weiterer Nachteil für Wilhelm: Sie führt einen braven Wahlkampf. Kuhn sagt ständig, was Turner falsch macht und was dieser in den Augen Kuhns alles nicht kann. Das tut Wilhelm nicht. Sie kämpft zu affirmativ für das, was sie für richtig hält. Im Clinch mit der Konkurrenz geht sie unter und fällt damit auch aus der Wahrnehmung vieler Stuttgarter. Was bleibt ist die Erinnerung an eine engagierte Kandidatin, die das schlechteste Ergebnis für die SPD holt. Eine Oberbürgermeisterin der (wenigen) Herzen.

Hannes Rockenbauch wird auch nach dieser Wahl die Stimme der hartnäckigsten S-21-Gegner bleiben. Als OB-Kandidat hat er einen engagierten Wahlkampf geführt und sich auch für soziale Themen jenseits der Schiene stark gemacht. Nur hat das niemand mitbekommen. Und: Rockenbauch ist zu jung und zu unerfahren in Fragen der Wirtschaft, um ein breiteres Wählerpublikum anzusprechen. Er wird aber weiterhin ein Gesicht dieser Stadt bleiben, weil der Streit um Stuttgart 21 auch mit dem neuen OB nicht beiseite gelegt werden kann.

Kuhn hat die grüne Partei hinter sich, Ministerpräsident Kretschmann macht Wahlkampf für ihn. Mit diesem Hintergrund wird er auch die Zerrissenheit der Partei in der Frage um S 21 ins Rathaus tragen. Im Herzen dagegen, auf dem Vertragspapier „kritisch begleitend“ das Projekt umsetzend, wird Kuhn von Anfang an Angriffsflächen bieten für CDU und SPD im Stadtrat, aber auch für die Wirtschaftsverbände und Firmen, die in Stuttgart ihren Sitz haben. Und viele Befürworter des Projekts werden argwöhnen: „Der Kuhn isch doch auch dagega, der soll net so scheiheilig doa.“ Die Gegner werden auf einen grünen OB Druck ausüben, es dem Projektmanagement um die Bahn so schwer wie möglich zu machen. Das Ergebnis ist ein Graben, der dauerhaft (tiefergelegt) die Stadt entzweit.

Keine gute Ausgangsposition für einen neuen OB.

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Dienstag, 6. Dezember 2011
Würdig muss er sein – Danke, Achim
Hape Kerkeling wurde schon gefragt, jetzt auch noch – weniger ernst gemeint – Günther Jauch. Die Antwort auf die Frage, wer die Nachfolge von Thomas Gottschalk als Wetten-Dass-Moderator im ZDF antreten könnte, bleibt unbeantwortet und die Suche schwierig. Das ist jedenfalls der Eindruck.

Doch wenn man genauer hinsieht, hat sich bei der (offiziell) letzten Sendung von „Wetten, dass...?“ in Friedrichshafen einer in den Vordergrund gedrängt, der in puncto Eloquenz, Humor und Souveränität die Nachfolge mit Würde antreten könnte: Achim Kustermann aus Hofstett-Emerbuch (Alb-Donau-Kreis).

Der mittlerweile 14-Jährige hat nicht nur als ehemaliger Wettkandidat für Furore gesorgt. Nein, ausgerechnet als blinder junger Mann zeigt er im Gespräch mit Gottschalk im besten Sinne vollen Durchblick für die Geschäfts- und Showwelt.

Nach dem Motto „Wir können alles. Außer Hochdeutsch.“ hatte der charmante Achim die meisten Lacher des Abends auf seiner Seite. Damit steht der junge Älbler auch ganz vorn, was den selbstbewussten Umgang mit unserem Dialekt im deutschen Fernsehen angeht.

Lieber Achim Kustermann, ich und viele Deiner schwäbischen Landsleute verneigen uns vor Dir! Du bist einfach ein Käpsele. Und wenn das mit der Gottschalk-Nachfolge nichts wird: Baden-Württemberg sucht irgendwann nach Kretschmann den jüngsten Ministerpräsidenten aller Zeiten. (amg)

Erschienen in der Schwäbischen Zeitung Biberach, 5. Dezember

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Donnerstag, 3. November 2011
Angst vor der Rente
Neulich bin ich nachts schweißgebadet aus einem Albtraum aufgewacht. Der Traum hatte meinen Tagesablauf als Inhalt. Allerdings im Jahr 2050. Mein Herz sprang aufgeregt in meiner Brust herum. So sah der Traum aus:

8 Uhr: Robodog, des Menschen bester Freund und mein persönlicher, hat vergessen, mich rechtzeitig zu wecken. Ich wollte um 8 Uhr schon an der Käsetheke im Supermarkt stehen. Wie immer als Erster. Doch Robodog hat versagt. Als Ausrede hat der faule Köter lediglich ein beleuchtetes „Akku leer“ zu bestellen.

9 Uhr: Nachdem ich mir von Solar-Hedwig, meiner im freien lebenden Haushälterin, mein Frühstück machen lasse, bringen mich die Neuigkeiten in meinem neuen i-Radio ganz durcheinander. Eine verwirrte ältere Frau wird von der Polizei gesucht. Wo ist eigentlich meine Frau?

10 Uhr: Ich breche das Waschen erfolgreich ab, weil ich nicht wie diese Jungspunde in meiner Stammkneipe riechen will.

11 Uhr: In meinem Opel Vectra Reloaded durchsuche ich die Garage nach meiner Frau. Langsames auskuppeln verhindert Schlimmeres. Ein Architekt wird beauftragt.

12 Uhr: Bei Kasseler mit Sauerkraut löse ich mehrere Kreuzworträtsel hintereinander. Wie schon bei meiner letzten Begegnung mit Jugendlichen in meiner Stammkneipe merke ich auch jetzt wieder: Ich bin der Schlaueste.

13 Uhr: Die Fragen der Rätsel langweilen mich. Mich interessiert: Wo ist meine Frau?

16 Uhr: Nach einem kurzen Mittagsschlaf gehe ich einkaufen und mische die Schlange an der Kasse mit meinem in mein Smartphone integrierten Elektroschocker mal so richtig auf.

18 Uhr: Nachdem ich alle Einkäufe verstaut habe, lade ich Robodog unter der Achselhöhle von Solar-Hedwig auf. Beim Erledigen der Post merke ich, dass etliche Rechnungen noch offen sind. Meine Frau muss schon länger weg sein.

20 Uhr: Pünktlich zur Tagesschau merke ich, dass nur einer die Welt retten kann: ich.

22 Uhr: Nach beherztem einstündigen Schnarchrekordversuch klingelt die Polizei an meiner Tür. Ich solle aufhören, täglich meine Frau als vermisst zu melden. Dem frechen Kerl habe ich meine Biotonne auf die Uniform gekippt.

23 Uhr: Zwischen der Sendung „Neues aus der Anstalt“ und dem Dritte-Zähne-Putzen beschließe ich: Nie wieder Junggeselle – morgen mache ich Hedwig einen Antrag. „Ehe“ ich über Details nachdenken kann, bin ich auch schon eingeschlafen.

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Dienstag, 9. August 2011
Grober Radler macht ein Schnäppchen
Guten Morgen, lieber Radfahrer, du fragst dich sicher, woher wir uns kennen. Das will ich dir verraten: Du hast mich gestern fast über den Haufen gefahren. Immerhin hast du zu deiner Sicherheit einen Helm getragen, einen schönen roten, na? Klingelt's? Ich hatte leider keinen Helm auf. Immerhin hast du, nachdem du rücksichtslos auf mich zugerast kamst, deine Klingel noch betätigt. Dass ich zu meinen Prellungen auch noch einen Vor-Infarkt erlitten habe. Bevor du jetzt denkst, ich sei pingelig: Nein! Einfach nur verletzt.

Dass du dann schimpfend weitergefahren bist und wieder gedankenversunken den Kopf unten hieltest, nehme ich dir wirklich übel. Denn so wirst du deine weiteren Opfer wieder übersehen. Und so wie du gefahren bist, hat es davon gestern noch mehrere gegeben.

Und wenn du jetzt denkst, warum dieser Schmierfink das auch noch an dieser Stelle in die Zeitung bringen muss, kann ich dir nur eines sagen: Beim nächsten Mal gehe ich zur Polizei, mitsamt ärztlichem Gutachten und einem Kostenvoranschlag für meine kaputte Hose. Sei froh, du hast gut 50 Euro und Ärger mit der Polizei gespart. Lediglich diese 36 Zeilen Schmach musst Du über Dich ergehen lassen. Ich finde, da hast du ein Schnäppchen gemacht. (amg)

Erschienen in der Schwäbischen Zeitung, Biberach, 9. August 2011

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Mittwoch, 3. August 2011
Der Pfau schlägt sein Rad
Der CSD in Stuttgart war eine Super-Parade, große Show, hat viel Spaß gemacht.

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Montag, 30. Mai 2011
Eine Geschäftsidee
Sollte jemand auf die Idee kommen, ein Bordell und ein Beerdigungsinstitut zu kombinieren, sei hiermit der passende Name empfohlen:

"kommen und gehen"

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Freitag, 29. April 2011
Neu-Gier
Die Gier ist so alt wie der Mensch.

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Montag, 4. April 2011
Wenn Kochprofis den Gast verprellen
Leipzig - In der Reihe "Kochprofis" hat der Fernsehsender RTL II am Montag, 4. April, um 22.15 Uhr eine Folge mit dem Leipziger Restaurant "Redcos" ausgestrahlt. Pikant am Rettungseinsatz zwischen Pfannen und Töpfen: Das "Redcos" ist seit rund drei Monaten bereits geschlossen. Über ihre Internetpräsenz www.redcos.de geben die ehemaligen Betreiber des Restaurants bekannt:

"Seit dem 12.01.2011 hat sich die Firma REDCoS Betreiber UG aus dem Stadtgut zurückgezogen. Gründe dafür sind Schwierigkeiten mit dem Gutsbesitzer, über die geplante Zukunft des Stadtgutes und über den maroden Innenzustand des Herrenhauses. Unsere geplanten Investitionen fanden zwar Zustimmung, jedoch keine Unterstützung der Zusammenarbeit Darüber hinaus haben wir vorsorglich Insolvenz beantragt."

Das ist aus dem Blickwinkel des Zuschauers besonders ärgerlich, gehört doch das Mitfiebern mit den Kochprofis zum Charakter solcher Sendungen, ob die Spitzenköche die jeweilige Lokalität flott machen können - oder nicht.

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Samstag, 18. Dezember 2010
Kaufbeuren siegt sich in den Ruin
Es ist dieser Tage sicher keine Freude, durch die verschneite Landschaft des Allgäus zu fahren. So schön die weiße Pracht auch anzuschauen ist, so anstrengend ist das Durchkommen mit Autos. Vielleicht ist das ein Grund, warum sich derzeit so wenig Zuschauer in der Sparkassen Arena in Kaufbeuren zu den Heimspielen des lokalen Eishockey-Zweitligisten einfinden. Am dort gebotenen Sport kann es nicht liegen.

ESV Kaufbeuren, das bedeutet Schwelgen in alten Erinnerungen. Der Traditionsverein war lange erstklassig, hat Talente hervorgebracht wie den früheren Nationalmannschaftsstürmer Dieter "Didi" Hegen oder den noch aktiven Stefan Ustorf. Zwischenzeitlich in den Niederungen des deutschen Eishockeys abgetaucht, hat sich der Klub wieder gefangen, sportlich wie wirtschaftlich erholt und spielt mittlerweile eine veritable Rolle in der 2. Bundesliga.

Noch. Denn Eishockey ist eine kostenintensive Sportart, die hierzulande ein Nischendasein fristet und somit wenig Medienpräsenz und wenig Anziehungskraft für Sponsoren besitzt. Daher steht und fällt das Wohl vieler Vereine mit den Zuschauereinnahmen. Und die sind in Kaufbeuren derzeit nicht gerade üppig. Dabei steht die Mannschaft von Trainer Ken Latta auf Platz 4, siegt regelmäßig und überzeugt dabei auch noch mit sowohl spielerisch wie kämpferisch sehenswerten Auftritten. Zum jüngsten Heimspiel der Joker, wie man das Team auch nennt, verloren sich gerade einmal 1340 Zuschauer in der - zugegeben - nicht mehr ganz zeitgemäßen Eishalle. Dabei war alles dabei, was das Eishockeyherz höher schlagen lässt. Das Team besiegte die Lausitzer Füchse mit 5:3, kämpfte, erzielte sehenswerte Treffer.

Selbst gegen den aktuellen Tabellenführer der Liga, die Schwenninger Wild Wings, kamen nur rund 1700 zahlende Gäste. Trotz Außenseiterrolle gewann Kaufbeuren auch dieses Spiel und machte somit Werbung in eigener Sache. Vergeblich.

Das Management des Klubs hatte sich für den Dezember etwas Besonderes einfallen lassen und die Aktion 20.000 ins Leben gerufen. Ziel war es durch gezielte Aktionen und Werbung in sechs Heimspielen an die 20.000 Zuschauer ins Stadion zu locken. Die Aktion kann schon zum jetzigen Zeitpunkt als gescheitert betrachtet werden.

An was liegt das? Ein Kaufbeurer Fan, "Ritschi", versucht sich in einer Erklärung. "Wir haben hier wirtschaftlich keine gute Position. Es gibt wenig Arbeitgeber in der Region, viele pendeln sogar ins 80 Kilometer entfernte München", sagt er mit einem resignierten Schulterzucken. Das Stadion sei natürlich auch nicht mehr zeitgemäß, zudem habe man mit Füssen, obgleich dort nur Oberliga gespielt wird, einen Konkurrenten, der zu nah an Kaufbeuren liege.

Aber das Produkt Eishockey ist doch in Kaufbeuren in Ordnung, oder? "Wir gewinnen öfter als gedacht, nur kommen die Leute aus der Gegend nicht öfter als gedacht", ergänzt Ritschi. Ihm und anderen bleibt die Hoffnung, dass es wieder aufwärts geht. Mehr als gewinnen, kann die Mannschaft eigentlich nicht. Fehlt weiterhin Geld aus Zuschauereinnahmen, wird sie das irgendwann nicht mehr können.

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Dienstag, 7. Dezember 2010
Wetten, dass der Mensch Grenzen hat?!?
Bevor ich hier irgendein Wort zum Sachverhalt des Unfalls bei "Wetten, dass...?!?" verliere, wünsche ich dem verunglückten Studenten Samuel alles Gute und hoffe, dass er mit dem berühmten "blauen Auge" davonkommt.

Doch zur Sache: Vonseiten des ZDF war bereits zu hören, dass die Sendung "Wetten, dass...?!?" auf jeden Fall weitergehen wird. Die Kuh wird weiter gemolken.

Die Sendung, die ein Werbeschaufenster für das aktuelle Schaffen und Sein von Promis geworden ist, muss sich die Frage stellen, wie viel Sinn sie noch ergibt? Über die Jahre hatten die Macher immer wieder Wetten im Programm, auf die der Zuschauer fast neidisch reagiert hat: "Das würde ich auch gerne können." Die Zahl dieser Wetten hat aber in meiner Wahrnehmung abgenommen. Oder gehört das Überspringen von Autos auf Sprungfedern etwa dazu?

Dass aus Kreisen des ZDF zu hören ist, dass man nicht alles zulasse, ist das Mindeste. Das ehrt dort noch niemanden. Die fatale Situation ist die, dass der Mensch Grenzen hat. Höher, weiter, schneller - das geht nicht unbegrenzt weiter. Würde man das offiziell thematisieren, würde die Sendung "Wetten, dass...?!?" einen Teil ihres ohnehin nicht mehr üppigen Zaubers verlieren. Weniger Zauber, weniger Einnahmen.

Hinzu kommt außerdem, dass man sich auf Gottschalks Sofaecke niveautechnisch mehr und mehr dem Nullpunkt nähert. Hölzerne Gespräche, die völlig sinnlos sind und zudem vom Moderator - wenn überhaupt - nur noch durch anzügliches Pseudo-Charming durchbrochen werden. Die Selbstverliebtheit Gottschalks konnte auch von seiner Co-Moderatorin Michelle Hunziker nicht verringert werden.

Deshalb: Liebes ZDF, bitte beende diese Sendung! Jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen. Und Thomas Gottschalk wird sich auch ohne deine Hilfe weiter lieben.

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