Dienstag, 6. Dezember 2011
Würdig muss er sein – Danke, Achim
Hape Kerkeling wurde schon gefragt, jetzt auch noch – weniger ernst gemeint – Günther Jauch. Die Antwort auf die Frage, wer die Nachfolge von Thomas Gottschalk als Wetten-Dass-Moderator im ZDF antreten könnte, bleibt unbeantwortet und die Suche schwierig. Das ist jedenfalls der Eindruck.

Doch wenn man genauer hinsieht, hat sich bei der (offiziell) letzten Sendung von „Wetten, dass...?“ in Friedrichshafen einer in den Vordergrund gedrängt, der in puncto Eloquenz, Humor und Souveränität die Nachfolge mit Würde antreten könnte: Achim Kustermann aus Hofstett-Emerbuch (Alb-Donau-Kreis).

Der mittlerweile 14-Jährige hat nicht nur als ehemaliger Wettkandidat für Furore gesorgt. Nein, ausgerechnet als blinder junger Mann zeigt er im Gespräch mit Gottschalk im besten Sinne vollen Durchblick für die Geschäfts- und Showwelt.

Nach dem Motto „Wir können alles. Außer Hochdeutsch.“ hatte der charmante Achim die meisten Lacher des Abends auf seiner Seite. Damit steht der junge Älbler auch ganz vorn, was den selbstbewussten Umgang mit unserem Dialekt im deutschen Fernsehen angeht.

Lieber Achim Kustermann, ich und viele Deiner schwäbischen Landsleute verneigen uns vor Dir! Du bist einfach ein Käpsele. Und wenn das mit der Gottschalk-Nachfolge nichts wird: Baden-Württemberg sucht irgendwann nach Kretschmann den jüngsten Ministerpräsidenten aller Zeiten. (amg)

Erschienen in der Schwäbischen Zeitung Biberach, 5. Dezember

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